Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder drängt auf flexiblere Regulierung beim GlüStV 2021
Tina Flores · Sep 29, 2026

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder drängt auf flexiblere Regulierung beim GlüStV 2021
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat während der laufenden Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 einen anpassungsfähigeren Regulierungsrahmen gefordert; Aufsicht müsse mit rasanten Veränderungen bei Technologie, Geschäftsmodellen und illegalem Glücksspiel Schritt halten. Beobachter notieren, dass die Behörde mit etwa einhundert Mitarbeitern derzeit 129 lizenzierte Anbieter sowie 229 autorisierte Websites überwacht, während gleichzeitig die Durchsetzungsmaßnahmen deutlich zugenommen haben. Von 68 Verbotsverfahren im Jahr 2022 stieg die Zahl bis 2025 auf 287 Fälle, und bis Ende 2025 wurden 1843 illegale Websites blockiert. Diese Entwicklungen fallen in die Phase der Vertragsprüfung, deren zusammenfassender Evaluierungsbericht bis zum 31. Dezember 2026 vorliegen soll.Hintergründe zur Evaluierung des GlüStV 2021
Die Überprüfung des zwischen den Ländern geschlossenen Vertrags läuft seit einiger Zeit und soll bis September 2026 weitere Erkenntnisse liefern, bevor der abschließende Bericht Ende des Folgejahres veröffentlicht wird. Experten haben festgestellt, dass sich der Markt seit Inkrafttreten des Vertrags dynamisch entwickelt hat; neue Technologien und Geschäftsmodelle erfordern daher eine Regulierung, die schneller auf Veränderungen reagieren kann. Die GGL betont in ihren Stellungnahmen, dass starre Vorgaben oft nicht ausreichen, um auf illegale Angebote zeitnah zu reagieren, und verweist dabei auf die gestiegenen Fallzahlen bei den Verbotsverfahren.
Personelle und operative Kapazitäten der Behörde
Mit rund einhundert Beschäftigten beaufsichtigt die GGL einen Markt, der 129 zugelassene Betreiber und 229 genehmigte Websites umfasst. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Aufsichtsbehörde ihre Ressourcen auf einen wachsenden und zugleich komplexen Sektor konzentriert. Beobachter berichten, dass die personelle Ausstattung es ermöglicht hat, die Zahl der Durchsetzungsmaßnahmen von 68 Verfahren im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025 zu steigern. Gleichzeitig wurden bis Ende 2025 insgesamt 1843 illegale Websites gesperrt, was auf eine verstärkte Kooperation mit Netzbetreibern und eine verbesserte technische Infrastruktur zurückzuführen ist.
Steigende Enforcement-Zahlen und ihre Bedeutung
Die Zunahme der Verbotsverfahren von 68 auf 287 innerhalb von drei Jahren zeigt, dass die Behörde ihre Kontrollaktivitäten deutlich intensiviert hat. Daten aus dem Tätigkeitsbericht 2025 belegen, dass vor allem Angebote ohne gültige Lizenz im Visier standen. Die Sperrung von 1843 illegalen Websites bis Ende 2025 verdeutlicht zudem, wie schnell sich illegale Plattformen neu formieren und wie wichtig eine flexible rechtliche Grundlage für schnelle Eingriffe bleibt. Die GGL argumentiert, dass künftige Regelungen es ermöglichen müssen, auf solche Entwicklungen ohne langwierige Anpassungsprozesse zu reagieren.

Technologische und geschäftliche Herausforderungen
Technologische Innovationen wie mobile Plattformen, Kryptowährungen und algorithmisch gesteuerte Werbung verändern das Angebot kontinuierlich. Die GGL hat in ihren Bewertungen festgehalten, dass der GlüStV 2021 an diesen Entwicklungen gemessen werden muss, damit Aufsicht und Vollzug nicht hinterherhinken. Gleichzeitig wachsen die Geschäftsmodelle illegaler Anbieter, die oft schneller als die Regulierung neue Märkte erschließen. Die Behörde verweist darauf, dass eine anpassungsfähige Gesetzgebung es erlaubt, auf solche Verschiebungen mit gezielten Maßnahmen zu reagieren, ohne dass jedes Mal eine umfassende Novelle erforderlich wird.
Ausblick auf den Evaluierungsbericht 2026
Bis zum 31. Dezember 2026 soll der zusammenfassende Evaluierungsbericht vorliegen und den Ländern als Grundlage für mögliche Anpassungen dienen. Die GGL hat bereits signalisiert, dass sie in diesem Prozess für klarere und flexiblere Vorgaben eintreten wird. Die bisherigen Zahlen zu Mitarbeitern, lizenzierten Angeboten und Durchsetzungsmaßnahmen bilden dabei eine wichtige Datenbasis. Beobachter erwarten, dass die Ergebnisse der laufenden Prüfung auch Aufschluss darüber geben, wie sich die Balance zwischen legalem und illegalem Markt in den kommenden Jahren entwickeln wird.
Schlussfolgerung
Die Forderung der GGL nach einem anpassungsfähigeren Regulierungsrahmen steht im Zentrum der aktuellen Evaluierung des GlüStV 2021. Mit rund einhundert Mitarbeitern, 129 lizenzierten Betreibern und 229 autorisierten Websites hat die Behörde ihre operativen Kapazitäten ausgebaut, während die Zahl der Verbotsverfahren von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025 stieg und 1843 illegale Websites blockiert wurden. Der für den 31. Dezember 2026 angekündigte Bericht wird zeigen, inwieweit diese Entwicklungen in eine modernisierte Gesetzgebung einfließen. Weitere Informationen finden sich auf der offiziellen Seite der Glücksspielbehörde.